Soldat mit Sturmgewehr im Zug …

Darf man in einem Personenzug offen eine Waffe mitnehmen? Das haben sich Passagiere am Bahnhof in Bad Schallerbach gefragt. Anlass dazu gab ein Soldat mit Sturmgewehr im Waggon.

Für Verunsicherung in einem voll besetzten Reisezug sorgte der junge Bundesheersoldat, der am Bahnhof Bad Schallerbach in einen Zug gestiegen war. Am Montagmorgen fuhr der mit einem Seesack und Rucksack bepackte Soldat in Uniform vom Bahnhof Bad Schallerbach-Wallern Richtung Wels. Er trug gut sichtbar sein Sturmgewehr geschultert. Das bereitete den Mitreisenden des besetzten Zugs Unbehagen.

Soldaten dürfen Gewehr nicht mit nach Hause nehmen

Offen bleibt, warum der Soldat nach einem Wochenende von Bad Schallerbach aus mit der Bundesheer-Waffe abreiste. Denn ein Soldat dürfe sein Gewehr auf keinen Fall übers Wochenende mit nach Hause nehmen, so Militärpressesprecher Oberstleutnant Gerhard Oberreiter: „Ein Soldat darf seine Waffe unter keinen Umständen mit nach Hause nehmen. Waffen müssen immer in der Kaserne verbleiben. Es ist verboten, sie mitzunehmen.“

Laut Auskunft des Bundesheeres dürfe ein Soldat zwar mit einem sogenannten „Marschbefehl“ mit seiner Waffe im Zug fahren, allerdings gelte diese Erlaubnis nur von Kaserne zu Kaserne, also ab den Kasernen-Standorten wie Hörsching, Wels, Linz, Ried und Enns, nicht aber im konkreten Fall ab Bad Schallerbach. „Den Anblick sei man nicht mehr gewohnt, dass Soldatinnen und Soldaten von Kaserne zu Kaserne mit öffentlichem Verkehrsmittel reisen, da die meisten jungen Menschen beim Militär mit ihrem Privatauto unterwegs sind“, so Oberreiter. Oberreiter sieht kein Problem, wenn Soldaten ihre Waffen offen tragen. Er verweist auf die schweren Transportboxen des Heeres, die es unmöglich machen würden, ein Sturmgewehr in dieser zu transportieren.

ÖBB widerspricht Bundesheer

Dem widerspricht hingegen Karl Leitner, Pressesprecher der ÖBB Oberösterreich. Er hält fest, dass in den Transportmitteln der Österreichischen Bundesbahnen Waffen unter keinen Umständen offen zur Schau mitgeführt werden dürfen: „Grundsätzlich dürfen laut Handbuch für Reisende der ÖBB keine geladenen Waffen mitgenommen werden. Ungeladene Waffen dürfen, getrennt von der Munition mitgeführt werden, aber nur, wenn sie wie die Waffe in einer geschlossenen Transportbox verwahrt sind.“

Waffen dürfen laut Leitner auch nie auf einem Sitz abgelegt werden und unbeaufsichtigt gelassen werden. Beim oberösterreichischen Bundesheer will man der Angelegenheit nun nachgehen und beim aktuellen Einrückungsturnus verstärkt auf die Sicherheitsbelehrungen eingehen.

Quelle: orf.at

Die Anmeldung zum 11. Traditionstag ist online ab sofort möglich.


Am 12.10.2019 ab 19 Uhr wollen wir zum 11. Mal den Traditionstag des Arbeitskreises Miliz – Club Maria Theresia begehen.

Nach einer Führung im Heeresgeschichtlichen Museum von 15:30 bis 17 Uhr ist ein gemütliches Beisammensein in klein Steiermark ab etwa 17:30 geplant.

Um die nötige Anzahl Plätze reservieren zu können ist eine Anmeldung unter Angabe der Anzahl teilnehmender Personen bis 7.10.2019 nötig.

Wir freuen uns schon auf euer Kommen!

Der bescheidene Wunsch des Bundesheeres


16 Milliarden Euro. Das klingt nach einer übermäßigen Forderung, doch Generalleutnant Johann Luif erklärt im Standard, warum das nicht so ist. In seinem Kommentar vom 23.9.2019 zeigt er, dass primär Versäumtes nachgeholt werden muss, bevor es daran geht, Neues ins Auge zu fassen.

Für den „Panzerkampf im Weinviertel“ ist das Bundesheer schon lange nicht mehr gerüstet. Man will sich auf neue Bedrohungen einstellen. Auch das kostet Geld.
Foto: APA/Herbert Neubauer

Heute auf ORF.at …

… äußert sich Sebatian Kurz auch zum Thema Bundesheer und Budget.
Der ORF fasst seine Aussage wie folgt zusammen:

“ In Sachen Bundesheer sicherte Kurz zu, dass das Budget vor allem für Geräteanschaffung und Stärkung der Miliz steigen werde, das Ziel von einem Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) werde aber nicht sofort zu erreichen sein und eine Verlängerung des Präsenzdiensts lehnte er ebenfalls ab. „

Wiederum eine Aussage, die Alles oder Nichts bedeuten kann. Es ist zu befürchten, dass sie im Endeffekt eher Nichts bedeutet. Und die Tatsache, dass wir Grundwehrdiener ausbilden und genau dann, wenn sie Einsatzfähig sind, entlassen spricht auch nicht für das aktuell praktizierte Ausbildungsmodell.

Die Miliz kann nur gestärkt und einsatzbereit gehalten werden, wenn auch das Personal vorhanden ist. Es hat keinen Sinn einen Stab und Kommandofunktionen zu beüben, wenn keine Mannschaft vorhanden ist. Es käme wohl auch niemand auf die Idee ohne Figuren Schach spielen zu wollen. Nur von der Miliz verlangt man das und nimmt, weil die Mittel fehlen, auch das Schachbrett weg.

Die Plattform wehrhaftes Österreich wird seit Jahren nicht müde, dies zu veröffentlichen und ihr Sprecher, Brigadier Cibulka, forderte in einer Pressekonferenz am 20.9.2019 neuerlich die Veränderung des Wehrdienst-Systems und die Erhöhung des Verteidigungsbudgets.
Das Video zur Pressekonferenz
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Eine kleine Abordnung bei der Deutschmeister Gala im HGM


Am 20.9.2019 fand sich eine kleine Abordnung des Bataillons Wien 2 und des Arbeitskreises Miliz – Club Maria Theresia im Heeresgeschichtlichen Museum ein.
Anlass war der Besuch der Deutschmeister Gala.

Die Gala-Gäste auf der Hauptstiege des Heeresgeschichtlichen Museums


Neben den Gesprächen mit Vertretern des Schwesterbataillons, des Bundesheeres, der Miliz und Vertretern der Wiener Politik und Wirtschaft wurde das Tanzbein geschwungen und die Köstlichkeiten aus Buffet und Küche genossen. Die MP zeigte ihre Fähigkeiten und ein Chor sorgte für den Abschluss des Bogens auf kultureller Seite.

Man lauscht der Chordarbietung.


Wir danken den Freundes des Deutschmeisterbataillons für die Einladung und gratulieren zu einer gelungenen Veranstaltung in geschichtsträchtigem Rahmen.

Unsere Seite hat eine neue Heimat gefunden …


Es hat einige Zeit in Anspruch genommen und die Gelegenheit wurde auch dazu genutzt, die Seite mit aktuellen Informationen aufzuwerten.

Nun haben wir es geschafft und sind zu einem neuen Provider umgezogen. Wir haben versucht, den Umzug so störungsfrei wie möglich abzuwickeln. Sollte es trotzdem zu Ausfällen gekommen sein, bitten wir uns das nachzusehen.

Auf unserer Startseite kommt man nun immer zur Ansicht der Veröffentlichungen rund um das Bataillon, das Bundesheer oder den Verein.

Wir hoffen, die Seite für euch damit ansprechender gestaltet zu haben und freuen uns über Kommentare und Rückmeldungen.

Der Zustandsbericht des österreichischen Bundesheeres


Auf der Seite des BMLV kann man eine Zusammenfassung des Berichts finden.

Was Vertreter der aktiven Soldaten und der Miliz seit Jahrzehnten wehement fordern wir erstmals von einem Minister klar formuliert.

Die Bevölkerung – und die zu schützen ist die Aufgabe des österreichischen Bundesheeres – kann unter den gegebenen Umständen nicht mehr mit einer Einsatzbereitschaft von Mannschaft und Gerät rechnen. Damit ist nicht nur der verfassungsgemäße Auftrag nicht mehr erfüllbar, sondern die Sicherheit des ganzen Landes massiv bedroht.

Wer dem Bericht nicht glaubt, sollte eine Milzübung besuchen und live erkennen, wie viel Improvisation und Abstriche notwendig sind, um halbwegs durchkommen zu können. Von der Erreichung der Ziele ist man oft Mangels Ressourcen und Mannschaft weit entfernt.